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<title>Versauerung der Meere</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Versauerung der Meere</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr">
<p>Als <b>Versauerung der Meere</b> wird die Abnahme des <a href="PH-Wert" title="PH-Wert">pH-Wertes</a> des <a href="Meerwasser" title="Meerwasser">Meerwassers</a> bezeichnet. Verursacht wird sie durch die Aufnahme von <a href="Kohlenstoffdioxid" title="Kohlenstoffdioxid">Kohlenstoffdioxid</a> (CO<sub>2</sub>) aus der <a href="Erdatmosph%C3%A4re" title="Erdatmosphäre">Erdatmosphäre</a>.<sup id="cite_ref-Raven_u._a._2005_1-0" class="reference"><a href="#cite_note-Raven_u._a._2005-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-WBGU_2006_2-0" class="reference"><a href="#cite_note-WBGU_2006-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der Vorgang zählt neben der <a href="Globale_Erw%C3%A4rmung" title="Globale Erwärmung">globalen Erwärmung</a> zu den Hauptfolgen der menschlichen Emissionen von Kohlenstoffdioxid. Während <a href="Kohlenstoffdioxid_in_der_Erdatmosph%C3%A4re" title="Kohlenstoffdioxid in der Erdatmosphäre">Kohlenstoffdioxid in der Erdatmosphäre</a> physikalisch zu steigenden Temperaturen auf der Erde führt, wirkt es im Meerwasser <a href="Chemische_Reaktion" title="Chemische Reaktion">chemisch</a>, indem aus CO<sub>2</sub> und Wasser <a href="Kohlens%C3%A4ure" title="Kohlensäure">Kohlensäure</a> gebildet wird. Das Meerwasser ist leicht <a href="Basen_(Chemie)" title="Basen (Chemie)">basisch</a>. Durch die „Versauerung“ wird es nicht sauer, sondern weniger basisch.
</p><p>Die Folgen dieser sog. „Versauerung“ betreffen zunächst <a href="Calciumcarbonat" title="Calciumcarbonat">kalkskelettbildende</a> Lebewesen, deren Fähigkeit, <a href="Exoskelett" title="Exoskelett">Exo-</a> bzw. <a href="Endoskelett" title="Endoskelett">Endoskelette</a> zu bilden, bei sinkendem pH-Wert nachlässt. Weil diese Arten oft die Basis der <a href="Nahrungskette" title="Nahrungskette">Nahrungsketten</a> in den Ozeanen bilden, können sich daraus weitere schwerwiegende Konsequenzen für die zahlreichen von ihnen abhängigen Meeresbewohner und in der Folge auch für die auf diese Tiere angewiesenen Menschen ergeben.
</p><p>Im September 2025 wurde bekannt, dass mit der Ozeanversauerung bereits sieben von neun <a href="Planetare_Grenzen" title="Planetare Grenzen">kritischen Belastungsgrenzen des Erdsystems</a> überschritten wurden.<sup id="cite_ref-pik-potsdam20250924_3-0" class="reference"><a href="#cite_note-pik-potsdam20250924-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="pH-Wert_des_Ozeans">pH-Wert des Ozeans</h2></div>
<p>Der pH-Wert ist für ideal verdünnte Lösungen definiert und daher auf das salzhaltige Meereswasser nicht direkt anwendbar. Um Durchschnittswerte für Meereswasser angeben zu können, müssen darüber hinaus Modelle angewendet werden, um ein chemisches Gleichgewicht des Ozeans zu simulieren. Hierzu werden derzeit drei verschiedene Modelle mit daraus folgenden Skalen angewendet, die um bis zu 0,12 Einheiten auseinander liegen. Durchschnittswerte können daher nur im Rahmen des zugrundeliegenden Modells verglichen werden.<sup id="cite_ref-Zeebe/Wolf-Gladrow_2001_5-0" class="reference"><a href="#cite_note-Zeebe/Wolf-Gladrow_2001-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Das Meerwasser ist mit einem pH-Wert um 8 leicht basisch. Nach einer Zusammenfassung der britischen <a href="Royal_Society" title="Royal Society">Royal Society</a> weist das <a href="Oberfl%C3%A4chenwasser_(Ozeanographie)" title="Oberflächenwasser (Ozeanographie)">Oberflächenwasser</a> der Meere heute bis in eine Tiefe von 50 m typischerweise pH-Werte zwischen 7,9 und 8,25 auf, mit einem Durchschnittswert von 8,08.<sup id="cite_ref-Raven_u._a._2005_1-1" class="reference"><a href="#cite_note-Raven_u._a._2005-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die wichtigsten Ursachen für die Schwankungen innerhalb dieses Bereichs sind die Temperatur des Wassers, der lokale Auftrieb von kohlenstoffdioxidreichem Tiefenwasser, sowie die biologische Produktivität, die dort, wo sie hoch ist, in Form von Meereslebewesen viel Kohlenstoffdioxid bindet und in tiefere Wasserschichten transportiert.
</p><p>Eine Möglichkeit, frühere pH-Werte zu rekonstruieren, bietet die Analyse von Sedimenten. Aus der <a href="Isotop" title="Isotop">isotopischen</a> Zusammensetzung von <a href="Borhydroxid" class="mw-redirect" title="Borhydroxid">Borhydroxiden</a> lässt sich bestimmen, dass der pH-Wert an der Meeresoberfläche vor etwa 21 Millionen Jahren etwa 7,4 ± 0,2 betrug, bis er vor ungefähr 7,5 Millionen Jahren auf den Wert von 8,2 ± 0,2 stieg.<sup id="cite_ref-Spivack_u._a._1993_7-0" class="reference"><a href="#cite_note-Spivack_u._a._1993-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Da der pH-Wert der Meere über den <a href="Henry-Gesetz" title="Henry-Gesetz">Henry-Koeffizienten</a> direkt mit der Kohlenstoffdioxidkonzentration der Atmosphäre gekoppelt ist, lassen sich so auch Paläo-CO<sub>2</sub>-Konzentrationen bestimmen. Bis zum Beginn der ozeanischen Versauerung infolge der einsetzenden <a href="Industrialisierung" title="Industrialisierung">Industrialisierung</a> im 18. Jahrhundert und des steigenden Kohlenstoffdioxidausstoßes blieb dieser Wert in etwa konstant.
</p><p>Infolge des menschlichen Kohlenstoffdioxidausstoßes, der zu etwa einem Viertel von den Weltmeeren aufgenommen wird, stieg der Säuregrad der Ozeane seit Beginn der Industrialisierung um knapp 30 % an (Stand 2016). Ohne Reduzierung der gegenwärtigen CO<sub>2</sub>-Emissionen würde sich der Säuregehalt der Weltmeere bis 2100 mehr als verdoppeln.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Versauerung verläuft nach dem <a href="F%C3%BCnfter_Sachstandsbericht_des_IPCC" title="Fünfter Sachstandsbericht des IPCC">Fünften Sachstandsbericht des IPCC</a> schneller als alle ähnlichen Versauerungen der vergangenen 65 Mio. Jahre, eventuell der vergangenen 300 Mio. Jahre.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Einer 2005 erschienenen Studie der <a href="Stanford_University" title="Stanford University">Stanford University</a> zufolge, die einen vorindustriellen pH-Wert des oberflächennahen Meerwassers von durchschnittlich 8,25 annimmt, verringerte sich der pH-Wert durch die Aufnahme von Kohlenstoffdioxid auf den damaligen Wert von durchschnittlich 8,14.<sup id="cite_ref-Jacobson_2005_10-0" class="reference"><a href="#cite_note-Jacobson_2005-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Eine gemeinsame Übersicht aus den <a href="Vereinigte_Staaten" title="Vereinigte Staaten">USA</a> von der <a href="National_Science_Foundation" title="National Science Foundation">National Science Foundation</a> (NSF), der <a href="National_Oceanic_and_Atmospheric_Administration" title="National Oceanic and Atmospheric Administration">National Oceanic and Atmospheric Administration</a> (NOAA) und dem <a href="United_States_Geological_Survey" title="United States Geological Survey">United States Geological Survey</a> (USGS) kommt zu dem Schluss, dass vor der Industrialisierung der durchschnittliche pH-Wert bei 8,16 lag, während er heute 8,05 beträgt.<sup id="cite_ref-NSF,_NOAA,_USGS_2006_11-0" class="reference"><a href="#cite_note-NSF,_NOAA,_USGS_2006-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In beiden Fällen wird die Versauerung auf die menschlichen Emissionen von Kohlenstoffdioxid zurückgeführt und mit 0,11 pH-Einheiten beziffert.
</p><p>Eine Versauerung erfolgt auch in Küsten- oder Schiffsnähe durch Säureeinträge verursacht durch <a href="Schwefeloxide" title="Schwefeloxide">Schwefeloxide</a> und <a href="Stickoxide" title="Stickoxide">Stickoxide</a> (siehe <a href="Saurer_Regen" title="Saurer Regen">Saurer Regen</a>). Diese stammen vor allem aus der Nutzung fossiler Brennstoffe und aus der Landwirtschaft. Global tragen diese Einträge kaum zur Versauerung der Meere bei.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Ozeane_als_Kohlenstoffsenke">Ozeane als Kohlenstoffsenke</h2></div>
<p>Die Ozeane spielen im <a href="Kohlenstoffzyklus" title="Kohlenstoffzyklus">Kohlenstoffkreislauf</a> der Erde als <a href="Kohlenstoffsenke" title="Kohlenstoffsenke">Kohlenstoffsenke</a> eine wichtige Rolle, da 70 Prozent der Erdoberfläche von Wasser bedeckt sind. In der gesamten <a href="Hydrosph%C3%A4re" title="Hydrosphäre">Hydrosphäre</a> sind schätzungsweise 38.000 <a href="Tonne_(Einheit)#Dezimale_Vielfache" title="Tonne (Einheit)">Gigatonnen</a> (Gt) <a href="Kohlenstoff" title="Kohlenstoff">Kohlenstoff</a> gespeichert. Das Kohlenstoffdioxid gelangt aufgrund der Differenz im CO<sub>2</sub>-<a href="Partialdruck" title="Partialdruck">Partialdruck</a> in den Ozean. Ein Gas strömt immer vom Bereich des höheren Partialdrucks (Atmosphäre) in den Bereich des niedrigeren Drucks (Ozean). Kohlenstoffdioxid wird so lange im Meer gelöst, bis der Partialdruck in der Atmosphäre und im Meer gleich ist. Umgekehrt entweicht es auch wieder, wenn der Druck in der Atmosphäre geringer als im Meer ist. Die Temperatur eines Meeres beeinflusst ebenfalls die Aufnahme von Kohlenstoffdioxid, da Wasser bei steigender Temperatur weniger Kohlenstoffdioxid aufnehmen kann.
</p><p>Der aus der Atmosphäre aufgenommene Kohlenstoff verteilt sich im Ozean innerhalb einiger weniger Jahre in der von der Sonne <a href="Euphotische_Zone" title="Euphotische Zone">durchleuchteten Schicht des Meeres</a>. Zwei Mechanismen sorgen dafür, dass es in noch größere Tiefen gelangt. Am wichtigsten ist die sogenannte <i>physikalische Kohlenstoffpumpe</i>: Kohlenstoffreiches Oberflächenwasser kühlt sich in der <a href="Arktis" title="Arktis">Arktis</a> ab, wird schwerer und sinkt ab, dann wird das kohlenstoffreiche Wasser über die kalte Tiefenströmung des <a href="Thermohaline_Zirkulation" title="Thermohaline Zirkulation">globalen Förderbandes</a> weiträumig in den Tiefen der Ozeane verteilt. Weniger wichtig, aber dennoch nicht unbedeutend ist die sogenannte <i>biologische Kohlenstoffpumpe</i>, bei der Kohlenstoff als <i><a href="Meeresschnee" title="Meeresschnee">Meeresschnee</a></i> (biogener Teilchenregen) in tiefere Regionen absinkt. Es dauert hunderte bis tausende von Jahren, bis das aus der Atmosphäre aufgenommene <a href="Anthropogen" title="Anthropogen">anthropogene</a> CO<sub>2</sub> von den Ozeanen in die tiefsten Wasserschichten vorgedrungen und verteilt ist. Heute ist es bis in eine Wassertiefe von durchschnittlich 1000 m nachweisbar.<sup id="cite_ref-WBGU_2006_2-1" class="reference"><a href="#cite_note-WBGU_2006-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Bei <a href="Tiefseeberg" title="Tiefseeberg">Seamounts</a>, an den <a href="Kontinentalhang" title="Kontinentalhang">Kontinentalhängen</a> und in <a href="Flachmeer" class="mw-redirect" title="Flachmeer">Flachmeeren</a> (zum Beispiel in Teilen des <a href="Weddell-Meer" class="mw-redirect" title="Weddell-Meer">Weddell-Meeres</a>)<sup id="cite_ref-Hoppema_2004_13-0" class="reference"><a href="#cite_note-Hoppema_2004-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> kann das anthropogene CO<sub>2</sub> bereits bis zum Meeresboden gelangen.
</p><p>Die gestiegene Menge von Kohlenstoffdioxid in der Erdatmosphäre hat in den vergangenen 200 Jahren dazu geführt, dass 118 ± 19 Gt Kohlenstoff oder 27 % bis 34 % der anthropogenen CO<sub>2</sub>-Emissionen von den Ozeanen aufgenommen wurden.<sup id="cite_ref-Sabine_u._a._2004_14-0" class="reference"><a href="#cite_note-Sabine_u._a._2004-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Im Jahr 2006 gelangten weltweit 36,3 Gt von Menschen zusätzlich produziertes CO<sub>2</sub> oder ca. 9,9 Gt Kohlenstoff in die Atmosphäre.<sup id="cite_ref-Canadell_u._a._2007_15-0" class="reference"><a href="#cite_note-Canadell_u._a._2007-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Inklusive der natürlichen Quellen nimmt die Hydrosphäre gegenwärtig ungefähr 92 Gt des atmosphärischen Kohlenstoffs pro Jahr auf. Etwa 90 Gt davon werden von den Weltmeeren wieder abgegeben und 2 ± 1 Gt werden gespeichert.<sup id="cite_ref-WBGU_2006_2-2" class="reference"><a href="#cite_note-WBGU_2006-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Eine im Jahr 2003 erschienene Studie schätzt die Aufnahme von Kohlenstoff etwas genauer im Zeitraum 1980–1989 auf 1,6 ± 0,4 Gt und zwischen 1990 und 1999 auf 2,0 ± 0,4 Gt pro Jahr.<sup id="cite_ref-McNeil_u._a._2003_16-0" class="reference"><a href="#cite_note-McNeil_u._a._2003-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Chemischer_Prozess_der_Versauerung">Chemischer Prozess der Versauerung</h2></div>
<p>Kohlenstoffdioxid aus der Luft kann sich im Meerwasser lösen und liegt dann größtenteils in Form verschiedener anorganischer Verbindungen vor, deren relatives Verhältnis den pH-Wert der Ozeane reflektiert. Anorganischer Kohlenstoff findet sich im Ozean zu ca. 1 % in <a href="Kohlens%C3%A4ure" title="Kohlensäure">Kohlensäure</a> und Kohlenstoffdioxid, zu ca. 91 % in <a href="Hydrogencarbonat" class="mw-redirect" title="Hydrogencarbonat">Hydrogencarbonat</a>-Ionen (HCO<sub>3</sub><sup>−</sup>) und zu ca. 8 % in <a href="Carbonate" title="Carbonate">Carbonat</a>-Ionen (CO<sub>3</sub><sup>2−</sup>). Im Wasser gelöstes Kohlenstoffdioxid steht über die folgenden <a href="Reaktionsgleichung" title="Reaktionsgleichung">Reaktionsgleichungen</a> mit Hydrogencarbonat, Carbonat und <a href="Oxonium" title="Oxonium">Oxoniumionen</a> (Hydroniumionen) im <a href="Chemisches_Gleichgewicht" title="Chemisches Gleichgewicht">Gleichgewicht</a>:
</p>
<dl><dd><span class="mwe-math-element mwe-math-element-inline"><span class="mwe-math-mathml-inline mwe-math-mathml-a11y" style="display: none;"><math xmlns="http://www.w3.org/1998/Math/MathML" alttext="{\displaystyle \mathrm {CO_{2}+2\ H_{2}O\ \rightleftharpoons \ H_{3}O^{+}+HCO_{3}^{-}} }">
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<dd><span class="mwe-math-element mwe-math-element-inline"><span class="mwe-math-mathml-inline mwe-math-mathml-a11y" style="display: none;"><math xmlns="http://www.w3.org/1998/Math/MathML" alttext="{\displaystyle \mathrm {HCO_{3}^{-}+H_{2}O\ \rightleftharpoons \ CO_{3}^{2-}+H_{3}O^{+}} }">
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<p>Die in diesem Prozess entstehenden <a href="Oxonium" title="Oxonium">Oxoniumionen</a> (H<sub>3</sub>O<sup>+</sup>) bewirken den sinkenden pH-Wert, der als negativer dekadischer Logarithmus der <a href="Stoffmengenkonzentration" title="Stoffmengenkonzentration">Stoffmengenkonzentration</a> (genauer: der <a href="Aktivit%C3%A4t_(Chemie)" title="Aktivität (Chemie)">Aktivität</a>) von Oxoniumionen definiert ist.
</p><p>Der Versauerung durch gelöstes CO<sub>2</sub> wirkt die Anwesenheit von <a href="Calciumcarbonat" title="Calciumcarbonat">Calciumcarbonat</a> (CaCO<sub>3</sub>) entgegen, das mit <a href="Hydrogencarbonat" class="mw-redirect" title="Hydrogencarbonat">Hydrogencarbonat</a>- und Carbonat-Ionen als chemisches Puffersystem (→ <a href="Pufferl%C3%B6sung" class="mw-redirect" title="Pufferlösung">Pufferlösung</a>) wirkt und so Protonen bindet:
</p>
<dl><dd><span class="mwe-math-element mwe-math-element-inline"><span class="mwe-math-mathml-inline mwe-math-mathml-a11y" style="display: none;"><math xmlns="http://www.w3.org/1998/Math/MathML" alttext="{\displaystyle \mathrm {CaCO} _{3}\rightleftharpoons \mathrm {Ca} ^{2+}+\mathrm {CO} _{3}^{2-}}">
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<dl><dd><span class="mwe-math-element mwe-math-element-inline"><span class="mwe-math-mathml-inline mwe-math-mathml-a11y" style="display: none;"><math xmlns="http://www.w3.org/1998/Math/MathML" alttext="{\displaystyle \mathrm {H^{+}+CO_{3}^{2-}\rightleftharpoons HCO_{3}^{-}} }">
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<p>Wie alle Carbonate der <a href="Erdalkalimetalle" title="Erdalkalimetalle">Erdalkalimetalle</a> ist Calciumcarbonat in Wasser nur schwer löslich. Das Calciumcarbonat im Meerwasser stammt im Wesentlichen aus zwei Quellen, nämlich Sedimenten am Meeresboden und dem Eintrag durch Zufluss von <a href="S%C3%BC%C3%9Fwasser" title="Süßwasser">Süßwasser</a>. In Letzteres gelangt Carbonat durch <a href="Verwitterung" title="Verwitterung">Verwitterung</a> kalkhaltiger Gesteine. Damit das Sediment zur Neutralisierung der Versauerung beitragen kann, muss das darin enthaltene Calciumcarbonat aufgelöst und durch <a href="Zirkulation_(Hydrologie)" title="Zirkulation (Hydrologie)">Zirkulation</a> vom Meeresboden in höhere Wasserschichten getragen werden. Wird in Modellrechnungen der verwitterungsbedingte Eintrag als konstant (mit 0,145 <a href="Tonne_(Einheit)" title="Tonne (Einheit)">Gt</a> pro Jahr Kohlenstoff in Form von Carbonat) angenommen, so würde die Versauerung der Meere innerhalb einiger hundert Jahre zu einer Umkehr der Sedimentbildungsrate führen. Erst in einem Zeitraum von ca. 8000 Jahren könnte der verwitterungsbedingte Eintrag von Calciumcarbonat diesen Effekt wieder ausgleichen.<sup id="cite_ref-Archer_u._a._1998_17-0" class="reference"><a href="#cite_note-Archer_u._a._1998-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Bedeutende Mengen von Calciumcarbonat im Sediment entstehen durch <a href="Calcit" title="Calcit">Calcit</a>-bildendes <a href="Plankton" title="Plankton">Plankton</a>, besonders von <a href="Globigerinida" title="Globigerinida">Globigerinen</a> (eine Gruppe der <a href="Foraminiferen" title="Foraminiferen">Foraminiferen</a>), <a href="Haptophyta" title="Haptophyta">Coccolithophoriden</a> (eine Gruppe der Kalkalgen) und <a href="Pteropoda" class="mw-redirect" title="Pteropoda">Pteropoden</a>. Kleinere Mengen werden beispielsweise in <a href="Korallenriff" title="Korallenriff">Korallenriffen</a> gebildet. Plankton kann sich am Grunde des Meeres in Form eines carbonatreichen, <a href="Biogenes_Sediment" title="Biogenes Sediment">biogenen Sediments</a> (Kalkschlamm) ablagern, wenn die Wassertiefe nicht zu groß ist. Werden hingegen die <a href="Calcit-_und_Aragonit-Kompensationstiefe" class="mw-redirect" title="Calcit- und Aragonit-Kompensationstiefe">Calcit- und Aragonit-Kompensationstiefen</a> für die Calciumcarbonate Calcit und <a href="Aragonit" title="Aragonit">Aragonit</a> überschritten, dann lösen sie sich vollständig auf. Diese Kompensationstiefen wandern im Zuge der Versauerung nach oben, und so gehen große Mengen von <a href="Kalkstein" title="Kalkstein">Kalkstein</a> am Meeresgrund in Lösung. Für Aragonit konnte im Atlantik bereits ein Anstieg seit der Industrialisierung um 400 m auf heute 2500 m ermittelt werden. Bis 2050 wird eine weitergehende Erhöhung um dann 700 m erwartet.<sup id="cite_ref-Tanhua_u._a._2007_18-0" class="reference"><a href="#cite_note-Tanhua_u._a._2007-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> 300 bis 800 m oberhalb der Calcit-Kompensationstiefe befindet sich die <a href="Lysokline" class="mw-redirect" title="Lysokline">Lysokline</a>, der Bereich, in dem der Auflösungsprozess beginnt. Auch in weniger tiefen Gebieten können folglich feste Carbonate wie in Calciumcarbonat zusätzlich gelöst werden, bis die Lösung wieder mit Carbonat-Ionen gesättigt ist. Die Reaktionsgleichung für die Kalklösung lautet:<sup id="cite_ref-Feely_u._a._2004_20-0" class="reference"><a href="#cite_note-Feely_u._a._2004-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<dl><dd><span class="mwe-math-element mwe-math-element-inline"><span class="mwe-math-mathml-inline mwe-math-mathml-a11y" style="display: none;"><math xmlns="http://www.w3.org/1998/Math/MathML" alttext="{\displaystyle \mathrm {CO_{2}+CaCO_{3}+H_{2}O\rightleftharpoons 2\ HCO_{3}^{-}+Ca^{2+}} }">
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<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Folgen_für_Meereslebewesen_und_das_Ökosystem_Ozean"><span id="Folgen_f.C3.BCr_Meereslebewesen_und_das_.C3.96kosystem_Ozean"></span>Folgen für Meereslebewesen und das Ökosystem Ozean</h2></div>
<p>Bei marinen Lebewesen, die dem Meerwasser mit erhöhtem CO<sub>2</sub>-Gehalt ausgesetzt sind, spielt sich ein Prozess ab, der der Lösung von CO<sub>2</sub> im Ozean sehr ähnlich ist. CO<sub>2</sub> kann als Gas ungehindert durch <a href="Zellmembran" title="Zellmembran">Zellmembranen</a> wandern und verändert so den <a href="PH-Wert" title="PH-Wert">pH-Wert</a> der Körperzellen und des Blutes bzw. der <a href="H%C3%A4molymphe" title="Hämolymphe">Hämolymphe</a>. Die Veränderung des natürlichen Säure-Base-Haushalts muss vom Organismus kompensiert werden, was manchen Tierarten besser und anderen schlechter gelingt. Eine dauerhafte Verschiebung der Säure-Base-Parameter innerhalb eines Organismus kann das Wachstum oder die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen und so im schlimmsten Fall das Überleben einer Art gefährden.<sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In der erdgeschichtlichen Vergangenheit führten Versauerungsereignisse, die weniger stark ausgeprägt waren als die heutige menschengemachte Versauerung, mehrfach zu schweren Rückgängen der biologischen Vielfalt bzw. <a href="Massenaussterben" title="Massenaussterben">Massenaussterben</a>.<sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Schäden_an_Korallen"><span id="Sch.C3.A4den_an_Korallen"></span>Schäden an Korallen</h3></div>
<p>Die Lösung von Kohlenstoffdioxid bremst zwar die <a href="Globale_Erw%C3%A4rmung" title="Globale Erwärmung">globale Erwärmung</a>; die daraus folgende langsame Versauerung der Ozeane kann aber unter anderem Tieren mit einem Schutzmantel aus Calciumcarbonat (Kalk) schwer schaden.<sup id="cite_ref-Orr_u._a._2005_23-0" class="reference"><a href="#cite_note-Orr_u._a._2005-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-NSF,_NOAA,_USGS_2006_11-1" class="reference"><a href="#cite_note-NSF,_NOAA,_USGS_2006-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-Feely_u._a._2004_20-1" class="reference"><a href="#cite_note-Feely_u._a._2004-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Wie oben beschrieben, verschiebt sich das chemische Gleichgewicht der Ozeane zu Lasten der Carbonat-Ionen. Deren Verbindung mit <a href="Calcium" title="Calcium">Calcium</a> im Meerwasser zu Calciumcarbonat ist jedoch von vitaler Bedeutung für Kalkschalen bildende Meereslebewesen. Ein saurer werdender Ozean behindert die <a href="Biomineralisation" title="Biomineralisation">Biomineralisation</a> von <a href="Steinkorallen" title="Steinkorallen">Steinkorallen</a> sowie von Kleinstlebewesen wie winzigen Meeresschnecken und <a href="Zooplankton" class="mw-redirect" title="Zooplankton">Zooplankton</a>, obwohl einige dieser Lebewesen den pH-Wert des Wassers gezielt erhöhen, indem sie die gelöste Menge an Kohlenstoffdioxid bei der Erzeugung der Kalkkristalle in den eigenen Zellen verringern.<sup id="cite_ref-24" class="reference"><a href="#cite_note-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Steinkorallen produzieren <a href="Aragonit" title="Aragonit">Aragonit</a>, die neben <a href="Calcit" title="Calcit">Calcit</a> am häufigsten vorkommende Kalkform im Meer. Aragonit ist eine besonders leicht durch Kohlensäure lösbare Form von Kalk, was das Risiko für die Korallen durch saurer werdende Ozeane erhöht.<sup id="cite_ref-DOI10.1038/s41558-019-0418-8_25-0" class="reference"><a href="#cite_note-DOI10.1038/s41558-019-0418-8-25"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Bei einem Experiment an der israelischen <a href="Bar-Ilan-Universit%C3%A4t" title="Bar-Ilan-Universität">Bar-Ilan-Universität</a> wurden Steinkorallen künstlich angesäuertem Wasser mit einem pH-Wert von 7,3 bis 7,6 ausgesetzt. Dies sind Werte, die einige Wissenschaftler in wenigen Jahrhunderten für möglich halten, wenn sich die CO<sub>2</sub>-Konzentration in der <a href="Erdatmosph%C3%A4re" title="Erdatmosphäre">Erdatmosphäre</a> etwa verfünffacht.<sup id="cite_ref-Caldeira/Wickett_2003_26-0" class="reference"><a href="#cite_note-Caldeira/Wickett_2003-26"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Nach einem Monat in dem saureren Wasser begannen sich die Steinkorallenpolypen von ihrem <a href="Korallit" title="Korallit">Koralliten</a> abzulösen, und in der Folge verschwand letzteres vollständig. Überraschend für die Forscher war, dass die <a href="Polyp_(Nesseltiere)" title="Polyp (Nesseltiere)">Polypen</a> der Steinkorallen überlebten. Als nach 12 Monaten der pH-Wert wieder auf 8,0–8,3 angehoben wurde, begannen die Polypen erneut mit der Kalkbildung. Dieses Ergebnis könnte erklären, warum die Steinkorallen trotz früherer Epochen mit einem für sie ungünstigeren pH-Wert des Meerwassers überlebt haben. Trotz dieses Befundes sprachen die Forscher lediglich von einem möglichen „Refugium“ der Steinkorallen und betonten die schwerwiegenden Folgen der Entkalkung auf die betroffenen Ökosysteme.<sup id="cite_ref-27" class="reference"><a href="#cite_note-27"><span class="cite-bracket">[</span>27<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ein negativer Effekt der Versauerung auf das Wachstum wurde für Steinkorallen der Gattung <i>Lophelia pertusa</i> nachgewiesen, die in der freien Natur in Tiefen von 60 m bis 2100 m vorkommen. In einem Experiment verringerte sich die Kalzifizierungsrate dieser Kaltwasserkorallen bei einem um 0,15 und 0,3 Einheiten reduzierten pH-Wert um 30 % beziehungsweise 56 %.<sup id="cite_ref-28" class="reference"><a href="#cite_note-28"><span class="cite-bracket">[</span>28<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Auch weitere für die Riffbildung bedeutende Lebewesen leiden offenbar unter der Versauerung. In einem siebenwöchigen Experiment wurden <a href="Rotalge" class="mw-redirect" title="Rotalge">Rotalgen</a> aus der Familie der Corallinaceae, die eine wichtige Rolle beim Aufbau von Korallenriffen spielen, künstlich angesäuertem Meerwasser ausgesetzt. Gegenüber der Vergleichsgruppe sank bei den Algen im saureren Wasser die Reproduktionsrate und das Wachstum stark. Unter den Bedingungen eines weiter sinkenden pH-Wertes in den Ozeanen bedeutet dies wahrscheinlich erhebliche Folgen für betroffene Korallenriffe.<sup id="cite_ref-29" class="reference"><a href="#cite_note-29"><span class="cite-bracket">[</span>29<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Weitere_Meereslebewesen"><span id="Beeintr.C3.A4chtigung_weiterer_Meereslebewesen"></span><span id="Beeinträchtigung_weiterer_Meereslebewesen"></span> Weitere Meereslebewesen</h3></div>
<p>Die <a href="Intergovernmental_Panel_on_Climate_Change" title="Intergovernmental Panel on Climate Change">Zwischenstaatliche Sachverständigengruppe über Klimaänderungen</a> (<i>Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC</i>) gibt 2007 im <a href="Vierter_Sachstandsbericht_des_IPCC" title="Vierter Sachstandsbericht des IPCC">Vierten Sachstandsbericht</a> eine wissenschaftliche „mittlere Sicherheit“ für negative Konsequenzen aus den saurer werdenden Weltmeeren für Kalkschalen bildende Organismen und von ihnen abhängige Spezies an.<sup id="cite_ref-IPCC_2007_31-0" class="reference"><a href="#cite_note-IPCC_2007-31"><span class="cite-bracket">[</span>31<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In einer an der <a href="Kyoto_University" class="mw-redirect" title="Kyoto University">Kyoto University</a> durchgeführten Untersuchung wuchsen <a href="Seeigel" title="Seeigel">Seeigel</a> in künstlich angesäuertem Wasser deutlich langsamer, im Vergleich zu einer unter normalen Bedingungen gehaltenen Kontrollgruppe, oder verloren an Gewicht. Sie waren weniger fruchtbar und ihre Embryonen nahmen deutlich langsamer an Größe und Gewicht zu.<sup id="cite_ref-32" class="reference"><a href="#cite_note-32"><span class="cite-bracket">[</span>32<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Bei Seeigeln der Art <i>Heliocidaris erythrogramma</i>, die in den Gewässern Südaustraliens heimisch sind, führte ein experimentell um 0,4 Einheiten auf 7,7 gesenkter pH-Wert zu einer vermutlich reduzierten Fortpflanzungsfähigkeit, festgestellt an der deutlich verminderten Geschwindigkeit und Beweglichkeit der Spermien. Dies könnte die Zahl von Nachkommen um ein Viertel senken.<sup id="cite_ref-33" class="reference"><a href="#cite_note-33"><span class="cite-bracket">[</span>33<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die Kalzifizierungsrate von <a href="Miesmuscheln" title="Miesmuscheln">Miesmuscheln</a> könnte bis Ende des 21. Jahrhunderts um 25 % und die der <a href="Pazifische_Felsenauster" class="mw-redirect" title="Pazifische Felsenauster">Pazifischen Felsenauster</a> um 10 % abnehmen. Auf diese Werte kamen Wissenschaftler, indem sie einem bestimmten Szenario des IPCC folgten, das bis 2100 eine atmosphärische CO<sub>2</sub>-Konzentration von ca. 740 <a href="Parts_per_million" title="Parts per million">ppm</a> vorsieht. Oberhalb eines Grenzwertes von 1.800 ppm beginnt sich die Muschelschale sogar aufzulösen, wodurch die Artenvielfalt an Küsten allgemein gefährdet ist und auch erhebliche wirtschaftliche Schäden drohen.<sup id="cite_ref-34" class="reference"><a href="#cite_note-34"><span class="cite-bracket">[</span>34<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<p>Die ozeanische Nahrungskette basiert auf <a href="Plankton" title="Plankton">Plankton</a>. Besonders <a href="Kalkalgen" title="Kalkalgen">Kalkalgen</a> (so genannten <i>Haptophyta</i>) sind auf die Bildung einer Kalkschale angewiesen, um zu überleben. Wenn dies durch die Versauerung nicht mehr möglich ist, wären damit möglicherweise weitreichende Konsequenzen für die Nahrungskette der Ozeane verbunden.<sup id="cite_ref-Riebesell_u._a._2000_35-0" class="reference"><a href="#cite_note-Riebesell_u._a._2000-35"><span class="cite-bracket">[</span>35<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Eine 2004 erschienene Studie des ehemaligen <a href="Leibniz-Institut_f%C3%BCr_Meereswissenschaften" class="mw-redirect" title="Leibniz-Institut für Meereswissenschaften">Leibniz-Institut für Meereswissenschaften</a> weist auf die zahlreichen komplexen Effekte hin, die ein niedrigerer pH-Wert auf Plankton haben kann, darunter auf die schlechtere Ausgangslage für kalkbildende tierische Organismen verglichen mit Phytoplankton (Schwebalgen). Zugleich wird der unsichere Forschungsstand betont, der momentan keine weitreichenden Vorhersagen über die Entwicklung ganzer Ökosysteme zulässt.<sup id="cite_ref-36" class="reference"><a href="#cite_note-36"><span class="cite-bracket">[</span>36<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Eine abnehmende Kalzifierungsrate konnte bei <a href="Foraminiferen" title="Foraminiferen">Foraminiferen</a> der Ordnung <a href="Globigerinida" title="Globigerinida">Globigerinida</a> im <a href="S%C3%BCdlicher_Ozean" title="Südlicher Ozean">Südlichen Ozean</a> festgestellt werden. Die einzelligen Foraminiferen sind für ein Viertel bis die Hälfte des gesamten ozeanischen Kohlenstoffflusses verantwortlich. In den Untersuchungen wurde für die Foraminifere <i>Globigerina bulloides</i> ein um 30 bis 35 % verringertes Gewicht der Kalkschale im Vergleich zu abgestorbenen, aus Sedimenten geborgenen Exemplaren festgestellt. Die Folgen eines weiter abnehmenden pH-Wertes gelten als ungewiss.<sup id="cite_ref-Moy_u._a._2009_37-0" class="reference"><a href="#cite_note-Moy_u._a._2009-37"><span class="cite-bracket">[</span>37<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Nicht für alle Meereslebewesen bedeutet die Versauerung eine Einschränkung ihres Lebensraumes. Zunächst führt die gestiegene Menge von Kohlenstoffdioxid im Meer unter anderem zu einer besseren <a href="Kohlenstoffdioxid-D%C3%BCngung" title="Kohlenstoffdioxid-Düngung">Kohlenstoffdioxid-Düngung</a> der Meerespflanzen. Da der Effekt sich bei verschiedenen Pflanzen unterschiedlich auswirkt und mit der steigenden Wassertemperatur sowie dem abnehmenden pH-Wert verbunden ist, kann sich wiederum die Artenzusammensetzung ändern.<sup id="cite_ref-WBGU_2006_2-3" class="reference"><a href="#cite_note-WBGU_2006-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Bei einigen Spezies wurden überraschende Reaktionen auf die abnehmende Alkalität der Meere festgestellt. Für die <a href="Haptophyta" title="Haptophyta">Kalkalgenart</a> <i><a href="Emiliania_huxleyi" class="mw-redirect" title="Emiliania huxleyi">Emiliania huxleyi</a></i> zeigte eine Studie paradoxerweise eine mögliche Verdoppelung ihrer Kalzifizierungs- und Photosynthese-Rate, gemessen an pH-Werten wie sie bei einem atmosphärischen CO<sub>2</sub>-Gehalt von 750 ppm in den Ozeanen erwartet werden. Gleichzeitig wird eine deutlich abnehmende Wachstumsrate erwartet. <i>E. huxleyi</i> hält einen Anteil von beinahe 50 Prozent an der biologischen Kohlenstoffpumpe der Meere und leistet ein Drittel der meeresgebundenen Produktion von Calciumcarbonat, ist also eine Schlüsselspezies im Ökosystem. Infolge des bereits um 0,1 Einheiten gefallenen pH-Wertes an der Meeresoberfläche habe das durchschnittliche Gewicht dieser Kalkalgen im Verlauf der vergangenen 220 Jahre um 40 % zugenommen.<sup id="cite_ref-38" class="reference"><a href="#cite_note-38"><span class="cite-bracket">[</span>38<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Eine weitere Untersuchung ergab für <a href="Schlangensterne" title="Schlangensterne">Schlangensterne</a> der Art <i>Amphiura filiformis</i> eine erhöhte Kalzifizierungsrate unter saureren Wasserverhältnissen, mittels derer die Schlangensterne die widrigeren Bedingungen kompensieren. Diese Anpassung geht allerdings mit abnehmender Muskelmasse einher, eine auf lange Sicht wahrscheinlich nicht nachhaltige Strategie.<sup id="cite_ref-Wood_u._a._2008_39-0" class="reference"><a href="#cite_note-Wood_u._a._2008-39"><span class="cite-bracket">[</span>39<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Eine 2005 veröffentlichte Studie zum Einfluss eines niedrigeren pH-Wertes auf größere Meerestiere ergab, dass beispielsweise der <a href="Laich" title="Laich">Laich</a> und die <a href="Larve" title="Larve">Larven</a> geschädigt werden können. Die Versuche wurden allerdings bei sehr viel niedrigeren pH-Werten unternommen, als in naher Zukunft zu erwarten ist. Sie sind deshalb wenig aussagekräftig.<sup id="cite_ref-Raven_u._a._2005_1-2" class="reference"><a href="#cite_note-Raven_u._a._2005-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Auswirkungen_auf_Fische">Auswirkungen auf Fische</h3></div>
<p>Eine Auswirkung von erhöhtem CO<sub>2</sub> auf Verhaltensmuster von Fischen konnte wissenschaftlich bisher nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden.<sup id="cite_ref-40" class="reference"><a href="#cite_note-40"><span class="cite-bracket">[</span>40<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In einer Studie an <a href="Puffotter-Katzenhai" title="Puffotter-Katzenhai">Puffotter-Katzenhaien</a> konnte nachgewiesen werden, dass sich die zunehmende Versauerung der Meere negativ auf die Schuppenstrukturen von <a href="Haie" title="Haie">Haien</a> auswirken könnte.<sup id="cite_ref-DOI10.1038/s41598-019-54795-7_41-0" class="reference"><a href="#cite_note-DOI10.1038/s41598-019-54795-7-41"><span class="cite-bracket">[</span>41<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-42" class="reference"><a href="#cite_note-42"><span class="cite-bracket">[</span>42<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Aktuelle_und_zukünftige_Entwicklung"><span id="Aktuelle_und_zuk.C3.BCnftige_Entwicklung"></span>Aktuelle und zukünftige Entwicklung</h2></div>
<div class="sieheauch" role="navigation" style="font-style:italic;"><span class="sieheauch-text">Siehe auch</span>: <a href="Kohlenstoffzyklus#Hydrosphäre_2" title="Kohlenstoffzyklus">Kohlenstoffzyklus#Hydrosphäre 2</a></div>
<p>Aufgrund der je nach Temperatur unterschiedlichen Löslichkeit ist die Versauerung der Meere in den Polregionen am höchsten, da kaltes Wasser mehr Kohlenstoffdioxid lösen kann als warmes Wasser (siehe hierzu: <a href="Henry-Gesetz#Temperaturabhängigkeit_der_Henry-Konstante" title="Henry-Gesetz">Temperaturabhängigkeit der Henry-Konstante</a>).<sup id="cite_ref-43" class="reference"><a href="#cite_note-43"><span class="cite-bracket">[</span>43<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Auch regional und saisonal kann der pH-Wert Schwankungen unterliegen, zum Beispiel durch Änderungen von Meeresströmungen oder biogeochemische Prozesse.<sup id="cite_ref-44" class="reference"><a href="#cite_note-44"><span class="cite-bracket">[</span>44<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-45" class="reference"><a href="#cite_note-45"><span class="cite-bracket">[</span>45<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Diese Einflüsse müssen von dem durch <a href="Treibhausgas" title="Treibhausgas">Treibhausgas</a>emissionen verursachten Trend einzelner Messreihen getrennt werden. Bei einer detaillierten, über acht Jahre laufenden Untersuchung vor der US-amerikanischen Tatoosh Island, nahe der <a href="Olympic-Halbinsel" title="Olympic-Halbinsel">Olympic-Halbinsel</a> im Staat <a href="Washington_(Bundesstaat)" title="Washington (Bundesstaat)">Washington</a> gelegen, schwankte der örtliche pH-Wert im Tages- wie auch im Jahresverlauf deutlich stärker, als zuvor angenommen, und zwar um bis zu einer pH-Einheit innerhalb eines Jahres sowie um 1,5 Einheiten im Untersuchungszeitraum 2000–2007. Parallel nahm der pH-Wert insgesamt signifikant ab, und zwar mit durchschnittlich −0,045 Einheiten pro Jahr deutlich schneller als von Modellen berechnet. Auf die Biologie vor Ort hatte diese Reduktionen einen erkennbaren Effekt. Die Kalifornische Muschel, <a href="Miesmuscheln" title="Miesmuscheln">Miesmuscheln</a> und <a href="Entenmuscheln" title="Entenmuscheln">Entenmuscheln</a> nahmen in der Folge ab, während verschiedene <a href="Seepocken" title="Seepocken">Seepocken</a> sowie einige Algenarten zunahmen.<sup id="cite_ref-Wootton_u._a._2008_46-0" class="reference"><a href="#cite_note-Wootton_u._a._2008-46"><span class="cite-bracket">[</span>46<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Ohne den Senkeneffekt der Meere läge die atmosphärische Konzentration von Kohlenstoffdioxid heute um 55 ppm höher, also bei wenigstens 466 ppm statt bei aktuell 411 ppm.<sup id="cite_ref-47" class="reference"><a href="#cite_note-47"><span class="cite-bracket">[</span>47<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Über den Zeitraum von Jahrhunderten gerechnet sollen die Ozeane in der Lage sein, zwischen 65 und 92 % der anthropogenen CO<sub>2</sub>-Emissionen aufzunehmen. Phänomene wie ein zunehmender <a href="Revelle-Faktor" title="Revelle-Faktor">Revelle-Faktor</a> sorgen jedoch dafür, dass mit steigenden Temperaturen und wachsendem atmosphärischem CO<sub>2</sub>-Anteil die Aufnahmefähigkeit der Meere für Kohlenstoff sinkt.<sup id="cite_ref-Sabine_u._a._2004_14-1" class="reference"><a href="#cite_note-Sabine_u._a._2004-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Bis 2100 dürfte sich entsprechend die Aufnahmekapazität des Wassers für CO<sub>2</sub> um etwa 7–10 % verringern.<sup id="cite_ref-Plattner_u._a._2001_48-0" class="reference"><a href="#cite_note-Plattner_u._a._2001-48"><span class="cite-bracket">[</span>48<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Erwärmung des Meerwassers führt ebenfalls zu einer verringerten Kohlenstoffdioxid-Aufnahme, bis Ende des 21. Jahrhunderts wahrscheinlich um 9–14 %.<sup id="cite_ref-Greenblatt/Sarmiento_2004_49-0" class="reference"><a href="#cite_note-Greenblatt/Sarmiento_2004-49"><span class="cite-bracket">[</span>49<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Insgesamt dürfte die Senkenfähigkeit der Meere Modellrechnungen zufolge bis zum Ende des 21. Jahrhunderts um ca. 5–16 % abnehmen.<sup id="cite_ref-Plattner_u._a._2001_48-1" class="reference"><a href="#cite_note-Plattner_u._a._2001-48"><span class="cite-bracket">[</span>48<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Es gibt Hinweise darauf, dass dieser Prozess möglicherweise bereits eingesetzt hat. Relativ zur theoretisch erwarteten Aufnahme hat der <a href="S%C3%BCdlicher_Ozean" title="Südlicher Ozean">Südliche Ozean</a> zwischen 1981 und 2004 anscheinend 0,08 Gt Kohlenstoff pro Jahr zu wenig aufgenommen.<sup id="cite_ref-Le_Quéré_u._a._2007_50-0" class="reference"><a href="#cite_note-Le_Quéré_u._a._2007-50"><span class="cite-bracket">[</span>50<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Dies ist besonders bedeutend, da die Meere südlich von 30° S (der Südliche Ozean liegt südlich von 60° S) zwischen einem Drittel und der Hälfte des von Ozeanen weltweit gebundenen Kohlenstoffdioxids aufnehmen.<sup id="cite_ref-Orr_u._a._2001_51-0" class="reference"><a href="#cite_note-Orr_u._a._2001-51"><span class="cite-bracket">[</span>51<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Im <a href="Nordatlantik" title="Nordatlantik">Nordatlantik</a> schwächte sich die Aufnahmekapazität nicht nur theoretisch ab, sondern sie reduzierte sich faktisch zwischen 1994–1995 und 2002–2005 um über 50 % oder um ungefähr 0,24 Gt Kohlenstoff.<sup id="cite_ref-Schuster/Watson_2007_52-0" class="reference"><a href="#cite_note-Schuster/Watson_2007-52"><span class="cite-bracket">[</span>52<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Dies deutet auf eine deutlich gesunkene Pufferkapazität des Meeres für atmosphärisches Kohlenstoffdioxid hin.<sup id="cite_ref-Thomas_u._a._2007_53-0" class="reference"><a href="#cite_note-Thomas_u._a._2007-53"><span class="cite-bracket">[</span>53<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In beiden Fällen sind vermutlich veränderte Winde beziehungsweise abnehmende Durchmischung von Oberflächen- und Tiefenwasser mit ursächlich für den Rückgang.
</p><p>Bei einer Verdoppelung der atmosphärischen CO<sub>2</sub>-Konzentration im Vergleich zum vorindustriellen Level von 280 ppm (parts per million, Teile pro Million) wird mit einer weiteren Absenkung des pH-Wertes auf 7,91 gerechnet, bei einer Verdreifachung auf 7,76<sup id="cite_ref-NSF,_NOAA,_USGS_2006_11-2" class="reference"><a href="#cite_note-NSF,_NOAA,_USGS_2006-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> oder um ungefähr 0,5 Punkte.<sup id="cite_ref-Raven_u._a._2005_1-3" class="reference"><a href="#cite_note-Raven_u._a._2005-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Bis zum Ende des 21. Jahrhunderts wird damit ein so niedriger pH-Wert in den Ozeanen erwartet, wie er seit wenigstens 650.000 Jahren nicht mehr vorgekommen ist. Wird der Zeitraum der Schätzung um einige Jahrhunderte in die Zukunft erweitert, scheint eine Absenkung des pH-Werts um bis zu 0,7 Punkte möglich. Dieses <a href="Worst_Case" title="Worst Case">Worst-Case</a>-Szenario setzt voraus, dass der größte Teil der noch vorhandenen fossilen Brennstoffe verbraucht wird einschließlich der nicht wirtschaftlich nutzbaren Streuvorkommen. Dies wäre wahrscheinlich eine stärkere Versauerung als jemals zuvor in den vergangenen 300 Millionen Jahren, mit der möglichen Ausnahme seltener und extremer Katastrophenereignisse.<sup id="cite_ref-Caldeira/Wickett_2003_26-1" class="reference"><a href="#cite_note-Caldeira/Wickett_2003-26"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ein solcher hypothetischer Zustand wäre im Rahmen menschlicher Zeitskalen kaum reversibel; es würde wenigstens mehrere zehntausend Jahre dauern, bis auf natürlichem Weg der vorindustrielle pH-Wert wieder erreicht würde, wenn überhaupt.<sup id="cite_ref-54" class="reference"><a href="#cite_note-54"><span class="cite-bracket">[</span>54<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-55" class="reference"><a href="#cite_note-55"><span class="cite-bracket">[</span>55<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Im September 2025 wurde bekannt, dass mit der Ozeanversauerung bereits sieben von neun <a href="Planetare_Grenzen" title="Planetare Grenzen">kritischen Belastungsgrenzen des Erdsystems</a> überschritten wurden.<sup id="cite_ref-pik-potsdam20250924_3-1" class="reference"><a href="#cite_note-pik-potsdam20250924-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Ozeanversauerung_und_Massenaussterbe-Ereignisse_in_der_Erdgeschichte">Ozeanversauerung und Massenaussterbe-Ereignisse in der Erdgeschichte</h2></div>
<p>Drei der fünf großen <a href="Massenaussterben" title="Massenaussterben">Massenaussterben</a> im <a href="Phanerozoikum" title="Phanerozoikum">Phanerozoikum</a> waren mit einem schnellen Anstieg der atmosphärischen Kohlenstoffdioxid-Konzentration verbunden, die wahrscheinlich auf dem intensiven Vulkanismus <a href="Magmatische_Gro%C3%9Fprovinz" title="Magmatische Großprovinz">Magmatischer Großprovinzen</a> in Kombination mit der thermischen <a href="Dissoziation_(Chemie)" title="Dissoziation (Chemie)">Dissoziation</a> von <a href="Methanhydrat" title="Methanhydrat">Methanhydrat</a> beruhten.<sup id="cite_ref-56" class="reference"><a href="#cite_note-56"><span class="cite-bracket">[</span>56<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-57" class="reference"><a href="#cite_note-57"><span class="cite-bracket">[</span>57<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die geowissenschaftliche Forschung konzentrierte sich zunächst auf die Folgen von möglichen klimatischen Auswirkungen auf die Biodiversität,<sup id="cite_ref-58" class="reference"><a href="#cite_note-58"><span class="cite-bracket">[</span>58<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> bis eine Studie im Jahr 2004 auf den Zusammenhang des Massenaussterbens am Ende der <a href="Trias_(Geologie)" title="Trias (Geologie)">Trias</a> mit einer reduzierten Kalksättigung in den Ozeanen als Folge stark erhöhter vulkanogener CO<sub>2</sub>-Konzentrationen hinwies.<sup id="cite_ref-:0_59-0" class="reference"><a href="#cite_note-:0-59"><span class="cite-bracket">[</span>59<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Das Massenaussterben an der <a href="Trias-Jura-Grenze" title="Trias-Jura-Grenze">Trias-Jura-Grenze</a> gilt als gut dokumentiertes Beispiel eines marinen Aussterbe-Ereignisses aufgrund von Ozeanversauerung, da vulkanische Aktivitäten, Änderungen im Kohlenstoff-Isotopenverhältnis, Abnahme von Karbonatsedimentation und marines Artensterben in der stratigraphischen Abfolge präzise zusammenfallen<sup id="cite_ref-:0_59-1" class="reference"><a href="#cite_note-:0-59"><span class="cite-bracket">[</span>59<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-:1_60-0" class="reference"><a href="#cite_note-:1-60"><span class="cite-bracket">[</span>60<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-61" class="reference"><a href="#cite_note-61"><span class="cite-bracket">[</span>61<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-62" class="reference"><a href="#cite_note-62"><span class="cite-bracket">[</span>62<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-63" class="reference"><a href="#cite_note-63"><span class="cite-bracket">[</span>63<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und zudem die erwartete Selektivität im Aussterbemuster auftrat, das vor allem Arten mit dicken <a href="Aragonit" title="Aragonit">aragonitischen</a> Skeletten betraf.<sup id="cite_ref-:0_59-2" class="reference"><a href="#cite_note-:0-59"><span class="cite-bracket">[</span>59<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-:1_60-1" class="reference"><a href="#cite_note-:1-60"><span class="cite-bracket">[</span>60<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-64" class="reference"><a href="#cite_note-64"><span class="cite-bracket">[</span>64<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Neben dem endtriassischen Massenaussterben wird Ozeanversauerung auch als Ursache des marinen Aussterbens am Ende des <a href="Perm_(Geologie)" title="Perm (Geologie)">Perm</a><sup id="cite_ref-65" class="reference"><a href="#cite_note-65"><span class="cite-bracket">[</span>65<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-66" class="reference"><a href="#cite_note-66"><span class="cite-bracket">[</span>66<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und an der <a href="Kreide-Pal%C3%A4ogen-Grenze" title="Kreide-Paläogen-Grenze">Kreide-Paläogen-Grenze</a><sup id="cite_ref-67" class="reference"><a href="#cite_note-67"><span class="cite-bracket">[</span>67<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> diskutiert.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weiterführende_Artikel"><span id="Weiterf.C3.BChrende_Artikel"></span>Weiterführende Artikel</h2></div>
<ul><li></li>
<li></li>
<li><a href="United_Nations_Environment_Programme-Global_Resource_Information_Database" title="United Nations Environment Programme-Global Resource Information Database">United Nations Environment Programme-Global Resource Information Database</a> (UNEP/GRID) (Netzwerk des Umweltprogramms der Vereinten Nationen, globale Karten und Graphiken zu Treibhausgasen und Klima)</li>
<li><a href="BIOACID" title="BIOACID">BIOACID</a> deutscher Forschungsverbund zum Thema Ozeanversauerung</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Publikationen">Publikationen</h2></div>
<ul><li><a href="Bundesministerium_f%C3%BCr_Bildung_und_Forschung" class="mw-redirect" title="Bundesministerium für Bildung und Forschung">Bundesministerium für Bildung und Forschung</a>: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.bmbf.de/pub/Ozeanversauerung.pdf"><i>Ozeanversauerung: Das andere Kohlendioxidproblem</i></a>, Juni 2016</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<ul><li>FONA-Podcast <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.fona.de/de/podcast-ozeanversauerung-eine-bedrohung-fuer-das-leben-im-meer-21095.html"><i>Ozeanversauerung - eine Bedrohung für das Leben im Meer</i></a>, mit <a href="Ulf_Riebesell" title="Ulf Riebesell">Ulf Riebesell</a> (GEOMAR) und Thorsten Dittmar (<a href="Universit%C3%A4t_Oldenburg" class="mw-redirect" title="Universität Oldenburg">Universität Oldenburg</a>), Juli 2016</li>
<li><a href="Bundesministerium_f%C3%BCr_Bildung_und_Forschung" class="mw-redirect" title="Bundesministerium für Bildung und Forschung">Bundesministerium für Bildung und Forschung</a>, <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.bmbf.de/de/wissenschaftsjahr-2016-17-meere-und-ozeane-2368.html">bmbf.de: <i>Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane</i></a></li>
<li><a href="Ozean_der_Zukunft" title="Ozean der Zukunft">Ozean der Zukunft</a>: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.futureocean.org/de/cluster/ueberblick/A1_ozeanversauerung.php"><i>Ozeanversauerung: Fakten</i></a></li>
<li>BIOACID-Programm des Bundesforschungsministeriums/GEOMAR I Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.bioacid.de/front_content.php?idcat=583&idlang=26"><i>Häufig gestellte Fragen: Die wichtigsten Fakten zur Ozeanversauerung.</i></a> 2010.</li>
<li><a href="Max-Planck-Gesellschaft" title="Max-Planck-Gesellschaft">Max-Planck-Gesellschaft</a>/Tim Schröder: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.mpg.de/7482254/F001_Fokus_018-023.pdf"><i>Luft gibt dem Ozean Saures.</i></a> (PDF; 2,6 MB) MaxPlanckForschung 2/2013, S. 18–23</li></ul>
<p><b>Englisch:</b>
</p>
<ul><li><a href="David_Archer" title="David Archer">David Archer</a>: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.realclimate.org/index.php?p=169"><i>The Acid Ocean – the Other Problem with CO<sub>2</sub> Emission.</i></a> auf: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.realclimate.org/">RealClimate.org</a> vom 2. Juli 2005.</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.ocean-acidification.net/">The Ocean Acidification Network</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://ioc.unesco.org/iocweb/co2panel/HighOceanCO2.htm"><i>The Ocean in a High CO<sub>2</sub> World.</i></a>, Website der <a href="Intergovernmental_Oceanographic_Commission" title="Intergovernmental Oceanographic Commission">Intergovernmental Oceanographic Commission</a> (IOC) der <a href="UNESCO" title="UNESCO">UNESCO</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://epoca-project.eu/">European Project of Ocean Acidification (EPOCA)</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.whoi.edu/sbl/liteSite.do?litesiteid=22572&articleId=34347">Woods Hole Oceanographic Institution: <i>Ocean Acidification.</i></a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-Raven_u._a._2005-1"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Raven_u._a._2005_1-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Raven_u._a._2005_1-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Raven_u._a._2005_1-2">c</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Raven_u._a._2005_1-3">d</a></sup></span> <span class="reference-text">John Raven u. a.: <i>Ocean acidification due to increasing atmospheric carbon dioxide</i>. The <a href="Royal_Society" title="Royal Society">Royal Society</a> Policy Document 12/05, Juni 2005. <a rel="nofollow" class="external text" href="https://royalsociety.org/~/media/Royal_Society_Content/policy/publications/2005/9634.pdf">(PDF, 1,1 MB)</a></span>
</li>
<li id="cite_note-WBGU_2006-2"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-WBGU_2006_2-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-WBGU_2006_2-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-WBGU_2006_2-2">c</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-WBGU_2006_2-3">d</a></sup></span> <span class="reference-text">Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen: <i>Die Zukunft der Meere – zu warm, zu hoch, zu sauer</i>. Sondergutachten, Berlin 2006. <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
/* start https://de.wikipedia.org/ */
.mw-parser-output .webarchiv-memento a{color:inherit}
/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20070127013948/http://www.wbgu.de/wbgu_sn2006.pdf">(PDF, 3,5 MB)</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 27. Januar 2007 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>)</span>
</li>
<li id="cite_note-pik-potsdam20250924-3"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-pik-potsdam20250924_3-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-pik-potsdam20250924_3-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.pik-potsdam.de/de/aktuelles/nachrichten/sieben-von-neun-planetaren-grenzen-ueberschritten-ozeanversauerung-im-gefahrenbereich"><i>Sieben von neun planetaren Grenzen überschritten – Ozeanversauerung im Gefahrenbereich.</i></a> In: <i>pik-potsdam.de.</i> 24. September 2025,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 24. September 2025</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AVersauerung+der+Meere&rft.title=Sieben+von+neun+planetaren+Grenzen+%C3%BCberschritten+%E2%80%93+Ozeanversauerung+im+Gefahrenbereich&rft.description=Sieben+von+neun+planetaren+Grenzen+%C3%BCberschritten+%E2%80%93+Ozeanversauerung+im+Gefahrenbereich&rft.identifier=https%3A%2F%2Fwww.pik-potsdam.de%2Fde%2Faktuelles%2Fnachrichten%2Fsieben-von-neun-planetaren-grenzen-ueberschritten-ozeanversauerung-im-gefahrenbereich&rft.date=2025-09-24"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.boell.de/sites/default/files/web_170607_meeresatlas_vektor_v102_1.pdf">Meeresatlas 2017 - Daten und Fakten über unseren Umgang mit dem Ozean</a>, dort auf S. 29</span>
</li>
<li id="cite_note-Zeebe/Wolf-Gladrow_2001-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-Zeebe/Wolf-Gladrow_2001_5-0">↑</a></span> <span class="reference-text">R. E. Zeebe, D. Wolf-Gladrow: <i>CO<sub>2</sub> in Seawater: Equilibrium, Kinetics, Isotopes</i>. Elsevier Science, Amsterdam 2001, ISBN 0-444-50946-1.</span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text">Siehe auch in der englischsprachigen Wikipedia den Abschnitt <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/PH#Seawater" class="extiw external" title="en:PH"><i>Seawater</i> im Artikel <i>pH</i></a>.</span>
</li>
<li id="cite_note-Spivack_u._a._1993-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-Spivack_u._a._1993_7-0">↑</a></span> <span class="reference-text">Arthur J. Spivack, Chen-Feng You, Jesse Smith: <i>Foraminiferal boron isotope ratios as a proxy for surface ocean pH over the past 21 Myr.</i> In: <i><a href="Nature" title="Nature">Nature</a>.</i> Vol. 363, 1993, S. 149–151, 13. Mai 1993, <a href="Digital_Object_Identifier" title="Digital Object Identifier">doi</a>:<span class="uri-handle" style="white-space:nowrap"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://doi.org/10.1038/363149a0">10.1038/363149a0</a></span>.</span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Mojib_Latif" title="Mojib Latif">Mojib Latif</a>: <i>Bringen wir das Klima aus dem Takt?</i>, in: <a href="Klaus_Wiegandt" title="Klaus Wiegandt">Klaus Wiegandt</a> (Hrsg.), <i>Mut zur Nachhaltigkeit. 12 Wege in die Zukunft</i>. Frankfurt am Main 2016, 80-112, S. 106f.</span>
</li>
<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="F%C3%BCnfter_Sachstandsbericht_des_IPCC" title="Fünfter Sachstandsbericht des IPCC">Fünfter Sachstandsbericht des IPCC</a>, zit. nach: <a href="Stefan_Rahmstorf" title="Stefan Rahmstorf">Stefan Rahmstorf</a>, <a href="Katherine_Richardson" title="Katherine Richardson">Katherine Richardson</a>: <i>Wie bedroht sind die Ozeane?</i>, in: <a href="Klaus_Wiegandt" title="Klaus Wiegandt">Klaus Wiegandt</a> (Hrsg.), <i>Mut zur Nachhaltigkeit. 12 Wege in die Zukunft</i>. Frankfurt am Main 2016, 113-146, S. 127.</span>
</li>
<li id="cite_note-Jacobson_2005-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-Jacobson_2005_10-0">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Mark_Z._Jacobson" title="Mark Z. Jacobson">Mark Z. Jacobson</a>: <i>Studying ocean acidification with conservative, stable numerical schemes for nonequilibrium air-ocean exchange and ocean equilibrium chemistry.</i> In: <i><a href="Journal_of_Geophysical_Research" title="Journal of Geophysical Research">Journal of Geophysical Research</a>.</i> Vol. 110, 2005, D07302, <a href="Digital_Object_Identifier" title="Digital Object Identifier">doi</a>:<span class="uri-handle" style="white-space:nowrap"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://doi.org/10.1029/2004JD005220">10.1029/2004JD005220</a></span> (freier Volltext).</span>
</li>
<li id="cite_note-NSF,_NOAA,_USGS_2006-11"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-NSF,_NOAA,_USGS_2006_11-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-NSF,_NOAA,_USGS_2006_11-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-NSF,_NOAA,_USGS_2006_11-2">c</a></sup></span> <span class="reference-text">NSF, NOAA und USGS: <i>Impacts of Ocean Acidification on Coral Reefs and Other Marine Calcifiers: A Guide for Future Research.</i> 2006. <a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20110720101953/http://www.ucar.edu/communications/Final_acidification.pdf">(PDF, 9,9 MB)</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 20. Juli 2011 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>)</span>
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<li id="cite_note-Sabine_u._a._2004-14"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Sabine_u._a._2004_14-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Sabine_u._a._2004_14-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Christopher L. Sabine, Richard A. Feely, Nicolas Gruber u. a.: <i>The Oceanic Sink for Anthropogenic CO<sub>2</sub>.</i> In: <i><a href="Science" title="Science">Science</a>.</i> Vol. 305, Nr. 5682, 2004, S. 367–371, <a href="Digital_Object_Identifier" title="Digital Object Identifier">doi</a>:<span class="uri-handle" style="white-space:nowrap"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://doi.org/10.1126/science.1097403">10.1126/science.1097403</a></span>. <a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20070706210848/http://pangea.stanford.edu/research/Oceans/GES205/Sabine_Science_Ocean%20sink%20for%20anthropogenic%20CO2.pdf">(PDF)</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 6. Juli 2007 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>)</span>
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<li id="cite_note-Canadell_u._a._2007-15"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-Canadell_u._a._2007_15-0">↑</a></span> <span class="reference-text">Josep Canadell, <a href="Corinne_Le_Qu%C3%A9r%C3%A9" title="Corinne Le Quéré">Corinne Le Quéré</a>, Michael Raupach, Christopher Field, Erik Buitenhuis, Philippe Ciais, Thomas Conway, Nathan Gillett, R. Houghton, Gregg Marland: <i>Contributions to accelerating atmospheric CO<sub>2</sub> growth from economic activity, carbon intensity, and efficiency of natural sinks.</i> In: <i><a href="Proceedings_of_the_National_Academy_of_Sciences" class="mw-redirect" title="Proceedings of the National Academy of Sciences">Proceedings of the National Academy of Sciences</a>.</i> 2007, <a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20080409135547/http://www.pnas.org/cgi/reprint/0702737104v1.pdf">(online, PDF; 389 kB)</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> des <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r250917974">
/* start https://de.wikipedia.org/ */
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</style><span class="dewiki-iconexternal"><a class="external text" href="https://redirecter.toolforge.org/?url=http%3A%2F%2Fwww.pnas.org%2Fcgi%2Freprint%2F0702737104v1.pdf">Originals</a></span> vom 9. April 2008 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>) <small class="archiv-bot"><span class="wp_boppel noviewer" aria-hidden="true" role="presentation"><span typeof="mw:File"><span title="i"></span></span></span> <b>Info:</b> Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</small><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://IABotmemento.invalid/http://www.pnas.org/cgi/reprint/0702737104v1.pdf">@1</a></span><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.pnas.org/cgi/reprint/0702737104v1.pdf">@2</a></span><span style="display:none">Vorlage:Webachiv/IABot/www.pnas.org</span></span>
</li>
<li id="cite_note-McNeil_u._a._2003-16"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-McNeil_u._a._2003_16-0">↑</a></span> <span class="reference-text">Ben I. McNeil, Richard J. Matear, Robert M. Key u. a.: <i>Anthropogenic CO<sub>2</sub> Uptake by the Ocean Based on the Global Chlorofluorocarbon Data Set.</i> In: <i><a href="Science" title="Science">Science</a>.</i> Vol. 299, Nr. 5604, 2003, S. 235–239, 10. Januar, <a href="Digital_Object_Identifier" title="Digital Object Identifier">doi</a>:<span class="uri-handle" style="white-space:nowrap"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://doi.org/10.1126/science.1077429">10.1126/science.1077429</a></span>.</span>
</li>
<li id="cite_note-Archer_u._a._1998-17"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-Archer_u._a._1998_17-0">↑</a></span> <span class="reference-text">D. Archer, H. Kheshgi, Ernst Maier-Reimer: <i>The Dynamics of Fossil Fuel CO<sub>2</sub> Neutralization by Marine CaCO<sub>3</sub>.</i> In: <i>Global Biogeochemical Cycles.</i> Vol. 12, Nr. 259–276, 1998. <a rel="nofollow" class="external text" href="http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1029/98GB00744/epdf">(online)</a></span>
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<li id="cite_note-Tanhua_u._a._2007-18"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-Tanhua_u._a._2007_18-0">↑</a></span> <span class="reference-text">Toste Tanhua, Arne Körtzinger, Karsten Friis u. a.: <i>An estimate of anthropogenic CO<sub>2</sub> inventory from decadal changes in oceanic carbon content.</i> In: <i><a href="Proceedings_of_the_National_Academy_of_Sciences" class="mw-redirect" title="Proceedings of the National Academy of Sciences">Proceedings of the National Academy of Sciences</a>.</i> Vol. 104, Nr. 9, 2007, S. 3037–3042, <a href="Digital_Object_Identifier" title="Digital Object Identifier">doi</a>:<span class="uri-handle" style="white-space:nowrap"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://doi.org/10.1073/pnas.0606574104">10.1073/pnas.0606574104</a></span>.</span>
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<li id="cite_note-19"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-19">↑</a></span> <span class="reference-text">Siehe hierzu auch: Simone Ulmer: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20070305084732/http://www.nzz.ch/2007/02/28/ft/articleEXK92.html"><i>Die Ozeane – ein unterschätzter CO<sub>2</sub>-Speicher?</i></a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 5. März 2007 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>) In: <i>Neue Zürcher Zeitung.</i> 27. Februar 2007.</span>
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<li id="cite_note-27"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-27">↑</a></span> <span class="reference-text">Maoz Fine, Dan Tchernov: <i>Scleractinian Coral Species Survive and Recover from Decalcification.</i> In: <i><a href="Science" title="Science">Science</a>.</i> Vol. 315, Nr. 5820, S. 1811, 30. März 2007, <a href="Digital_Object_Identifier" title="Digital Object Identifier">doi</a>:<span class="uri-handle" style="white-space:nowrap"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://doi.org/10.1126/science.1137094">10.1126/science.1137094</a></span>.</span>
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<li id="cite_note-28"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-28">↑</a></span> <span class="reference-text">C. Maier, J. Hegeman, M.G. Weinbauer, J.-P. Gattuso: <i>Calcification of the cold-water coral </i>Lophelia pertusa<i>, under ambient and reduced pH</i>. In: <i><a href="Biogeosciences" title="Biogeosciences">Biogeosciences</a>.</i> 6, 2009, S. 1671–1680. <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.biogeosciences-discuss.net/6/1875/2009/">(online)</a></span>
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</li>
<li id="cite_note-Munday_u._a._2009-30"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-Munday_u._a._2009_30-0">↑</a></span> <span class="reference-text">Philip L. Munday, Danielle L. Dixson, Jennifer M. Donelson u. a.: <i>Ocean acidification impairs olfactory discrimination and homing ability of a marine fish</i>. In: <i><a href="Proceedings_of_the_National_Academy_of_Sciences" class="mw-redirect" title="Proceedings of the National Academy of Sciences">Proceedings of the National Academy of Sciences</a>.</i> Vol. 106, No. 6, 10. Februar 2009, S. 1848–1852, <a href="Digital_Object_Identifier" title="Digital Object Identifier">doi</a>:<span class="uri-handle" style="white-space:nowrap"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://doi.org/10.1073/pnas.0809996106">10.1073/pnas.0809996106</a></span>.</span>
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<li id="cite_note-IPCC_2007-31"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-IPCC_2007_31-0">↑</a></span> <span class="reference-text">Intergovernmental Panel on Climate Change: <i>Climate Change 2007: Climate Change Impacts, Adaptation and Vulnerability. Summary for Policymakers.</i> 2007. <a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20180113141313/http://www.ipcc.ch/pdf/assessment-report/ar4/wg2/ar4-wg2-spm.pdf">(PDF; 946 kB)</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> des <span class="dewiki-iconexternal"><a class="external text" href="https://redirecter.toolforge.org/?url=http%3A%2F%2Fwww.ipcc.ch%2Fpdf%2Fassessment-report%2Far4%2Fwg2%2Far4-wg2-spm.pdf">Originals</a></span> vom 13. Januar 2018 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>) <small class="archiv-bot"><span class="wp_boppel noviewer" aria-hidden="true" role="presentation"><span typeof="mw:File"><span title="i"></span></span></span> <b>Info:</b> Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</small><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://IABotmemento.invalid/http://www.ipcc.ch/pdf/assessment-report/ar4/wg2/ar4-wg2-spm.pdf">@1</a></span><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.ipcc.ch/pdf/assessment-report/ar4/wg2/ar4-wg2-spm.pdf">@2</a></span><span style="display:none">Vorlage:Webachiv/IABot/www.ipcc.ch</span></span>
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<li id="cite_note-67"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-67">↑</a></span> <span class="reference-text">Michael J. Henehan, Andy Ridgwell, Ellen Thomas, Shuang Zhang, Laia Alegret: <cite style="font-style:italic">Rapid ocean acidification and protracted Earth system recovery followed the end-Cretaceous Chicxulub impact</cite>. In: <cite style="font-style:italic">Proceedings of the National Academy of Sciences</cite>. <span style="white-space:nowrap">Band<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>116</span>, <span style="white-space:nowrap">Nr.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>45</span>, 5. November 2019, <a href="Internationale_Standardnummer_f%C3%BCr_fortlaufende_Sammelwerke" title="Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke">ISSN</a> <span style="white-space:nowrap"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://zdb-katalog.de/list.xhtml?t=iss%3D%220027-8424%22&key=cql">0027-8424</a></span>, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>22500–22504</span>, <a href="Digital_Object_Identifier" title="Digital Object Identifier">doi</a>:<span class="uri-handle" style="white-space:nowrap"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://doi.org/10.1073/pnas.1905989116">10.1073/pnas.1905989116</a></span>, <a class="external mw-magiclink-pmid" rel="nofollow" href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/31636204?dopt=Abstract">PMID 31636204</a>, <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6842625/">PMC 6842625</a> (freier Volltext) – (<a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.pnas.org/lookup/doi/10.1073/pnas.1905989116">Online</a> [abgerufen am 25. Mai 2020]).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Ajournal&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Versauerung+der+Meere&rft.atitle=Rapid+ocean+acidification+and+protracted+Earth+system+recovery+followed+the+end-Cretaceous+Chicxulub+impact&rft.au=Michael+J.+Henehan%2C+Andy+Ridgwell%2C+Ellen+Thomas%2C+...&rft.date=2019-11-05&rft.doi=10.1073%2Fpnas.1905989116&rft.genre=journal&rft.issn=0027-8424&rft.issue=45&rft.jtitle=Proceedings+of+the+National+Academy+of+Sciences&rft.pages=22500-22504&rft.pmc=6842625&rft.pmid=31636204&rft.volume=116" style="display:none"> </span></span>
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